Florida Panther

 

 Text von Mikel 

Der Florida Puma / Panther

Wer im Süden Floridas unterwegs war, hat bestimmt schon einmal eines der Schilder gesehen, dass vor einem der seltensten Wildtiere Floridas warnt: dem Florida Panther. Dabei wäre es eigentlich richtiger, dass die Schilder nicht vor dem Panther warnen, sondern eher den Panther vor dem Menschen. Denn dieses Wappentier Floridas ist eine der meistbedrohten Tierarten der Erde, es existiert in den Everglades und den umliegenden Sümpfen nur noch eine Population von ca. 100 Tieren. Dabei handelt es sich bei dem Namen „Panther“ eigentlich um eine Mogelpackung, denn der Florida Panther ist eigentlich eine Puma-Unterart mit dem biologischen Namen „Puma concolor coryi“. In den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts galt diese Raubkatze bereits als ausgestorben, bis man einige wenige Exemplare entdeckte, die alle Ausrottungswellen der vorhergehenden Jahrzehnte überstanden hatten.

Die männlichen Panther werden bis zu 70 kg schwer und haben eine Schulterhöhe von bis zu 70 cm. Ihre Gesamtlänge bis zur Schwanzspitze beträgt bis zu 2 Metern. Weibliche Tiere sind etwas schmaler und kleiner und wiegen nur etwa die Hälfte ihrer männlichen Gegenstücke. Eine erfolgreiche Paarung der Wildkatzen, die sonst als Einzelgänger unterwegs sind, ergibt zumeist zwischen einem und vier Jungtieren. Die nachtaktiven Florida Panther haben ein hellbraunes Fell auf der Rückenseite und sind im Bauchfell hellgrau. Im Gesicht hat er zumeist weiße Flecken an den Ohren und der Schnauze. Auf seiner Speisekarte finden sich Rehe, Wildschweine, Vögel und Hasen wieder.

Wenn man wirklich einmal eines dieser seltenen Tiere in freier Wildbahn sehen sollte, darf man sich nicht wundern, dass einige Exemplare Halsbänder tragen. Diese dienen dazu, die Tiere auf ihren Streifzügen zu Forschungszwecken zu verfolgen. Eine interessante Geschichte zur Erhaltung der Population gab es bei den Florida Panther in den 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts. Da die kleine Gruppe der Wildkatzen in Südflorida zu dieser Zeit sehr überschaubar war, blieb es nicht aus, dass durch Inzucht Schäden im Genmaterial (z.B. Knickschwänze) auftraten. Daher wurden aus Texas acht reinrassige Pumadamen eingeflogen, die den Panther-Machos in Südflorida mal wieder einheizten und so mindestens zwanzig Jungtiere zu einer Auffrischung des Bestandes beisteuerten. Die Puma-Damen wurden nach vollbrachter Arbeit zur Enttäuschung der Männchen übrigens wieder ausgeflogen …